Rechtshilfe & Packliste

Ermittlungsausschuss (EA)

Telefonnummer: 0157 86 95 71 96


Packliste (Dos and Don’ts)

Damit die Demonstration am 7. August in Weimar für alle, außer die Neonazis angenehm wird, haben wir euch eine Packliste und wichtige Hinweise zusammengestellt. Beachtet, dass sich an diesem Tag militante Faschist*innen in der Stadt aufhalten, das Wetter wechselhaft sein kann, die Covid-19-Pandemie noch nicht vorbei ist und es ein langer Tag wird.

Das müsst ihr mitnehmen
  • Ausweisdokument (falls ihr euch gegenüber der Polizei ausweisen wollt, ist vermutlich am Bahnhof nötig)
  • Krankenversicherungskarte
  • genügend Wasser (in Plastikflaschen)
  • Essen für den Tag
  • Snacks
  • Regenschutz (Regenschirm am besten mit politischer Botschaft, Regenjacke …)
  • Sonnenschutz (Kopfbedeckung, Sonnenbrille, nichtfettende Sonnencreme …)
  • festes Schuhwerk
  • medizinische Mund-Nase-Bedeckung
  • Bargeld 
  • Desinfektionsmittel in Mitnehmgröße
  • Banner, Fahnen und andere Kundgebungsmittel
Das sollte zu Hause bleiben
  • Alles was euch als Waffe ausgelegt werden könnte (Taschenmesser o.ä.) 
  • Alkohol und Drogen
  • Glasflaschen
  • Kontaklinsen (lieber Brille)
Allgemein gilt
  • Tragt immer eine medizinische Mund-Nase-Bedeckung, wenn ihr die Mindestabstände nicht einhalten könnt
  • Lasst euch vor der Anreise auf Covid-19 testen
  • Bildet Bezugsgruppen, bewegt euch nicht alleine in der Stadt und achtet aufeinander
  • Tauscht euch vorher in eurer Bezugsgruppe aus, womit ihr euch sicher fühlt und womit nicht
  • Macht euch Treffpunkte aus, falls ihr euch verlieren solltet
  • Erste-Hilfe-Set für kleinere Blessuren (z.B. pro Bezugsgruppe 1 Kit)
  • Verschlüsselt alle elektronischen Geräte mit einer PIN oder schaltet sie aus
  • Schreibt euch die Telefonnummer des Ermittlungsausschuss auf (folgt!)
  • Schaut euch vor der Demo die Aktionskarten an (folgt!)
  • Macht keine Fotos und Videos auf der Demonstration. Es gibt solidarische Fotograf*innen, die an diesem Tag Fotos machen. Ihr findet diese auf Twitter unter #we0708
  • Konsumiert vor und während der Demo keinen Alkohol und keine Drogen
Umgang mit der Polizei

Grundsätzlich:

  • Redet nicht mit der Polizei. Ihr seid nur verpflichtet, eure Personalien anzugeben – sonst nichts!
  • Unterschreibt nichts!
  • Falls Sachen von euch beschlagnahmt werden, besteht auf ein Protokoll!
  • Widersprecht der Abgabe von Fingerabdrücken und/oder DNA! Besteht auch hier auf die Aufnahme des Widerspruchs ins Protokoll
  • Lasst etwaige Verletzungen nach der Demo dokumentieren

Wenn ihr Polizeigewalt beobachtet:

  • Stellt euch Betroffenen als Zeug*in zur Verfügung
  • Fragt die Polizist*innen nach ihren Dienstnummern und dem Namen der Einsatzleitung
  • Fragt abgeführte Personen nach Name, Geburtsdatum und Meldeadresse und übermittelt diese Informationen dem Ermittlungsausschuss
  • Dokumentiert Polizeigewalt! Ihr dürft filmen, solange ihr die Polizeiliche Maßnahme nicht stört. Achtet darauf, dass ihr dabei Abstand haltet, sodass kein Ton aufgenommen wird (Vertraulichkeit des geprochenen Wortes ist ein häufiges Argument der Polizei, um Filmen zu unterbinden)
  • Ladet kein Bildmaterial in Sozialen Netzwerken hoch, das Genoss*innen belasten könnte. Übergebt das Material den zuständigen Anwält*innen oder der Roten Hilfe Jena.
  • Führt ein Gedächtnisprotokoll mit Ort, Zeit, Gewalthandlungen und/oder rassistischen Beleidigungen, Personenbeschreibung, Namen/Nummern der Polizist*innen, Nummern der Polizeifahrzeuge.

Was tun wenn’s brennt? – Broschüre mit Rechtshilfetipps der Roten Hilfe